Zusammenfassung meiner Diplomarbeit:


(Thema: Vegetationskundlich-ökologische Untersuchungen zur Charakterisierung offener Torfstiche im Flußtalmoor der Recknitz zwischen Bad Sülze und Ribnitz- Damgarten)

Die Maschinentorfstiche des unteren Recknitztales werden durch diese Arbeit charakterisiert und gegliedert. Die ersten der untersuchten Stichgewässer entstanden gleich zu Beginn des 20.Jh., ein großer Teil jeweils nach den Weltkriegen und einige in der Zeit zwischen 1950 und 1966.
Schwerpunkt der Untersuchung ist die Vegetationsentwicklung an den Stichgewässern im Moorkörper. Mit Hilfe von 140 Vegetationsaufnahmen, die zu geringeren Teilen auch im Peene-und Trebeltal gewonnen wurden, werden Artengruppen gebildet und Vegetationsformen ausgeschieden. Im Vergleich mit der pflanzensoziologischen Literatur können 21 Vegetationsformen abgetrennt werden, die heute im Unteren Grenztal vorliegen. Die Vegetationsfornen Moorgreiskraut-Schlammflur und Weißstraußgras-Flutrasen mußten neu in das pflanzensoziologische System eingebracht werden.

Durch den Vergleich mit früheren Arbeiten konnten Sukzessionsreihen aufgebaut werden. Das Grundschema zur Verlandung großer Torfstiche von SUCCOW (1969) wurde um den stark eutroph-polytrophen Flügel vervollständigt.

Ergänzend werden 7 ausgewählte Torfstiche genauer vorgestellt. Bohrungen in den Muddeablagerungen der Kleingewässer und Analysen von Wasserproben über die Vegetationsperiode 1996 unterstützen die Darstellung dieser Torfstiche.

Die Gebiete erwiesen sich alle als nährstoffreiche Kleingewässer unterschiedlicher Nutzungsintensität. Beim Altern der Stichgewässer vollzieht sich eine Eigeneutrophierung. Durch Biomasseproduktion und Aufbrauch der Nährstoffe zum Zentrum hin können mesotrophe Bedingungen für die Vegetation entstehen.

Im Verlauf der Arbeit wurde klar, daß unter heutigen Voraussetzungen nur eutrophe Verlandungsreihen in den Niedermoortorfstichen ablaufen. Das sind zum einen Moormineralisierungen durch tiefen Wasserstand sowie Düngereinspülungen aus der Zeit der intensiven Nutzung der Moorwiesen und zum anderen sind es die Immissionen aus der Luft. So erhält das Mikroökosystem Torfstich stets Nachschub an Stickstoffverbindungen. Es bilden sich keine Standorte für mesotraphente Verlandungsvegetation heraus.

Anhand von Literatur wird die Torfstichentwicklung zum Verlandungsmoor in mineralbodenbeeinflußten Moorabschnitten diskutiert.



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